Bärbel-Gabriela_web_8R4A4904Gedrucktes hat mich schon immer fasziniert. Weswegen ich wurde, was ich bin. Journalistin. Und Autorin von Sachbüchern. Der Geruch von Zeitschriften, das Geraschel einer Tageszeitung und die Lust und Vorfreude beim Umblättern von Buchseiten – all das sind Zutaten eines Mediums, das in bits und bytes nie adäquaten Ersatz finden kann. Trotzdem bin ich im Internet gelandet.

Frauen sind vielschichtiger und anspruchsvoller als das die üblichen Frauenmagazine glauben machen wollen. Deshalb gründete ich „MissTilly.de“  im Internet – ein unabhängiges Magazin für Frauen, deren Gedanken um mehr kreisen als nur Figurprobleme, die neue It-Bag und Beziehungsstress. Ich betrieb dieses Onlinemagazin lange Zeit und mit tatkräftiger Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen. Wir mach(t)en das nicht für Ruhm und Ehre, sondern vor allem aus Überzeugung und Begeisterung. (Derzeit ist es auf MissTilly.de ruhig geworden – das soll sich aber wieder ändern. Ich bitte da noch um etwas Geduld..)

Da jedenfalls die Themen Frauenpolitik, Gleichstellung, Emanzipation, Vereinbarkeit, Familie und weibliche Rollenbilder nicht nur auf „MissTilly.de“ gefragt sind, schreibe ich Artikel hierzu auch für andere (Print-) Medien sowie Sachbücher.

Vielleicht kommt man auf diese Themen zwangsläufig, wenn man vier Kinder hat (und davon drei Töchter sind). Vielleicht ist es aber auch einfach nur Resultat eines hartnäckigen Idealismus‘ und Optimismus‘.

Es gibt so viele gut gemachte Onlinemagazine im Netz – völlig umsonst für den Leser und die Leserin. Doch ob Onlinejournalismus (als Qualitätsjournalismus) eine echte Chance hat, ist offen. Und ob man damit jemals wirklich Geld verdienen kann, ebenso. Aber wir bleiben dran. Denn: „Ich glaube in der Tat, dass es der Job von Journalisten ist, die Wirklichkeit nicht als notwendig zu betrachten, sondern als veränderbar“, sagte Jakob Augstein im MediumMagazin Nr. 4/5 2010. Genau das finde ich auch.

Ihre Bärbel Kerber

 

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