tamponEs ist zu einem Thema geworden, einem öffentlichen, endlich. Denn viele Frauen haben es satt, dass Menstruationsblut immer noch als anstößig, gar ekelhaft betrachtet wird und als etwas, das man möglichst verschämt vor anderen versteckt. Die Periode wird aus der Schmuddelecke geholt. Jetzt gibt es nicht nur innovative Apps für’s Handy („Clue“) oder neuartige periodensichere Slips („Thinx“), für die offensiv Werbung in der U-Bahn gezeigt wird (so demonstrativ, dass es manchen Männern zu viel wurde). Junge Frauen gehen noch weiter und zeigen Fotos, auf denen ihre Kleidung ganz offensichtliche Spuren von Periodenbut aufweisen. Künsterlinnen malen mit ihrem Menstruationsblut Trump-Porträts. Und sie starten Aktionen wie die Bindenkampagne gegen Sexismus. Es tut sich was! Frauen wollen sich nicht mehr für etwas völlig Natürliches und zu ihrem Körper Gehörenden schämen. Ein wichtiges Signal gerade in einer Zeit, in der „unten rum“ alles glatt (rasiert) und sauber sein soll. Und in einer Zeit, in der immer noch Sprüche gang und gäbe sind wie, „sie habe wohl ihre Tage“ und sei deshalb besonders schlecht gelaunt.

——————————————

Foto by torbakhopper via flickr.com

Share on FacebookTweet about this on Twitter
„There will be blood“ – Die Menstruation kommt aus der Tabuecke